Geld gegen Zeit – oder: wie du wirklich reich wirst

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Es ist schwer zuzugeben – aber doch machen wir uns tagtäglich zum Untertan unseres Geldes. Wir leben, als wäre das Geld der vorherrschende Kompass und lassen uns auf ein gefährliches Spiel ein, in dem es darum geht, dem Geld gehorsam einen Dienst zu erweisen.

  • Wir schuften uns ab, wenden uns zwecks Geld von unseren Liebsten ab, lassen unsere Gesundheit außer acht und schädigen zudem noch die Umwelt, weil wir den Hals nicht voll genug bekommen.
  • Wir wollen für Geld arbeiten, anstatt das Geld für uns arbeiten zu lassen.
  • Wir wollen Geld verdienen, anstatt Mehrwert zu schaffen mit dem Geld, das wir haben.
  • Wir gehen arbeiten, um Dinge zu kaufen, die eine Leere in uns füllen soll – die Leere die entsteht, wenn wir nicht nach unserer Lebensfreude streben.
  • Wir möchten viel sparen für den Fall, dass eine Krise bevorsteht anstatt Geld für das auszugeben, was wir wirklich brauchen und wollen.

Wir träumen von einem „Irgendwann“, in dem das Geld endlich zu uns fließt, ohne dass wir dafür all die Bürden auf uns nehmen müssen, die wir eigentlich nie gewillt waren, zu tun.

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Für unseren König „Geld“ wenden wir uns ab von Menschlichkeit, Fürsorglichkeit, Umweltsbewusstsein und von unseren Interessen, Werten und Talenten.
Weil wir lernten, dass wir nicht von Nutzen sind, ohne immer produktiv zu sein. Und wir wurden unserer Träume entledigt von Menschen, die ihren inneren Reichtum schon längst hinter sich ließen.

Es wird höchste Zeit, dass wir wieder aus einer höheren Ebene aus an unsere Finanzen und an das Geld denken. Es wird Zeit, dass wir alte Muster auflösen und uns lösen von dem Glauben, dass es zu wenig gibt – und so Korruption, Ausbeutung, Leid und Zerstörung zu verhindern.

Wir können nicht nur mehr Geld als wir brauchen besitzen – wir können es sogar so behandeln, wie es immer schon behandelt werden wollte – als Tauschmittel, um Liebe und Menschlichkeit zu fördern und uns zu dienen als energetischen Austausch für geleistete Dienste und übergebene Waren.

Mindset Twist: Wer ist der König?

Wenn Geld ein Mensch wäre, würde es immerzu überfordert in der Ecke sitzen und fragen, warum es denn für so vieles missbraucht wird, das es gar nicht machen will.
Geld will dienen – Energie will dienen.
Geld will Freude verteilen und Gutes schaffen – Energie will Freude verteilen und Gutes schaffen.

Geld will benutzt werden, um gegeben zu werden und Mehrwert zu schaffen – es will nicht die Verantwortung für Unglück übernehmen. Genauso wenig will es dein König sein und dich somit zu Handlungen und Taten bringen, die gegen Freude und all die höheren Werte gehen.

Wäre Geld ein Mensch, würde es uns immerzu sagen, dass es fließen will und mehr erleben und erschaffen will, denn nur durch den immerwährenden Fluss kann es zurückkehren zu dem, der es gegeben hat. Wenn es aus Angst stagniert und zwanghaft festgehalten wird, kann es seinem Zweck des Dienens als Austauschmitteil nicht gerecht werden.

Wenn Geld ein Mensch wäre, würde es dorthin gehen, wo es für seinen ursprünglichen Nutzen am meisten wertgeschätzt wird – zu Quellen des freudvollen Ausgebens des Geldes, bei dem das Weitergeben der Freude und das Schaffen von Mehrwert im globalen Sinne gefördert wird.

Anders gesagt – wenn Geld wie Atem funktionieren würde, würden wir niemals darauf kommen, uns dem Atem, der so natürlich durch uns hindurchfließt, zu unterwerfen. Wir würden unseren Atem nicht künstlich lange in uns halten, weil wir Angst hätten, es gäbe keinen nächsten Atemzug mehr für uns.

Unser Atem ist der Austausch einer Energieform mit der Welt – er dient uns als lebensspendender Sauerstoff-Lieferant.
Geld ist der Austausch einer Energieform mit der Welt – er soll uns genauso als lebensspendender Lieferant für Güter / Dienste und Erlebnisse dienen – zum Wohle aller.

Wenn du erwartest, dass Geld dein König ist (was es niemals sein will, weil es passiv ist und du der aktive Teil der Gleichung bist), bringst du dich in eine Rolle, in der das Geld mehr Wert ist als dein Wohl – du definierst dann deinen Wert als geringer als ein Tauschmittel.

Will Geld zu dir, wenn du dich unwürdig fühlst? Oder will Geld zu dir und bei dir bleiben, wenn du das Geld, was du besitzt, mit vollem Bewusstsein und einem schon vor dem Geldbesitz vorhandenen Wertgefühl dir gegenüber hinaus in die Welt tragen willst?

Mache dir bewusst, dass DU der leitende Faden deines Geldes bist. DU musst Geld benutzen, nicht umgekehrt. Lasse dich nicht von Geld benutzen, sondern drehe die Rollen wieder in die natürliche Ordnung. Du bist in dieser Hinsicht der König – du bist der, der Entscheidungen trifft. Du definierst, dass Geld nur von Wert ist, wenn es zum Wohle aller genutzt wird – und nicht die Menschen genutzt werden, um mehr Geld zu schaffen.

 Ist Zeit = Geld?

Es ist völlig einleuchtend, dass nicht jeder Mensch die Selbstständigkeit sucht – und es ist auch total okay, wenn man die Vorzüge einer Anstellung genießt – Urlaub, Feierabende, Team-Work, Einfluss in großen Konzernen … was auch immer hinter dem Wunsch steht, in einer Festanstellung zu arbeiten – ein Mindset Twist sollte dennoch in Betracht gezogen werden:

Wenn bei einer Anstellung die gebotene Zeit entlohnt wird, heißt das noch lange nicht, dass mit der entlohnten Zeit auch ein Wert entstand.
Wenn wir entlohnt werden, dann für die Zeit, die wir sozusagen „bieten“, und mit der wir das, was von uns verlangt wird, leisten.
In dem Zusammenhang stellen wir unsere Lebenszeit als den Wert hin, den es zu entlohnen gibt. Geld gegen Zeit. Ist das ein guter Deal?

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Wie wäre es damit, wenn wir beginnen, anstatt unserer Zeit den Wert, den wir schaffen, als Basis unserer Entlohnung anzusehen? Dann „verdienen“ wir unser Geld nicht mehr mit unserer Zeit, die wir fast schon wie Sklaven bieten und mit der wir dann das tun, was von uns verlangt wird.
Stattdessen reicht schon der Blick über den Tellerrand – es gibt schon Firmen, die auf Basis ihrer Leistung bezahlt werden – und somit der Mehrwert, den du durch deinen Aufwand der Arbeit geleistet hast, durch Geld kompensiert bekommst. Du bleibst dann Herr deiner Zeit – und du fühlst dich mehr und mehr wertvoll, weil dein Fokus auf dem liegt, was du mit deiner Zeit eigentlich sinnvolles (oder eben nicht) machst.

Nimm dir einmal Zeit zu überlegen, welchen Mehrwert du eigentlich mit deiner Arbeit schaffst. Bist das du? Ist es das, was du dir wünschst zu geben? Ist es sinnvoll/wertvoll/freudig?

Gib dir ein wenig Wert zurück – du hast mehr zu bieten als nur deine Zeit!

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Wer definiert den Wert deiner Arbeit?

Es ist allgemein bekannt, dass Angebot und Nachfrage den Preis definieren auf dem globalen Markt. Und doch, wer definiert den Wert eines Altenpflegers? Einer Krankenschwester? Eines Clowns? Eines Agrarwissenschaftler? Eines Virus-Forscher?

  • Mache dir einmal dazu Gedanken: wer definiert den Wert deiner Arbeit?
  • Oder noch krasser: wer definiert den Wert deiner Zeit?
  • Welche Arbeit ist wertvoller? Weshalb?
  • Wer verdient was aufgrund welcher Basis?
  • Ist alles fair definiert?
  • Haben wir Möglichkeiten, unseren Wert neu zu definieren?

Hast du jemals nachgedacht, ob du deinem Wert entsprechend bezahlt wirst? Wenn du deine Arbeit nicht wirklich würdigst – wie kann es dann die Welt tun?

Es stimmt, dass du vielleicht nicht urplötzlich 449EUR pro Stunde als Einzelhandelskauffrau verdienst, nur weil du das gerne möchtest – aber dennoch kannst du deine brillante Arbeit selbst soweit würdigen, dass du nicht mehr gewillt bist, einen Job anzunehmen, den du eigentlich weder erfüllend, – noch moralisch in Ordnung findest.

Sobald du dir bewusst gemacht hast, dass du deinen Wert durch Anerkennung deiner Leistungen neu definieren kannst, kannst du auch anfangen, nicht nur das Minimum zu geben – du kannst eine neue Art des Arbeitens erleben: du arbeitest mit dem tiefen Gefühl der Zufriedenheit – weil du deinen Mehrwert selbst erkennst und so aus dem Käfig des „verdienens“ aussteigen kannst. Du bietest etwas an – und dementsprechend kannst du selbstbewusst bestimmen, was du für Geld tust und was nicht.

Definiere deinen Wert an der Freude, die dir dein Tun bringt. Definiere deinen Wert an dem Nutzen, den dein Tun dir oder anderen / der Welt zugute bringt. Definiere deinen Wert an den Werten, die du vertrittst und an der Menschlichkeit und dem sozialen / ökologischen Nutzen.

Nur so kannst du deinen Blickwinkel weit genug stellen, um neue Möglichkeiten, neue Jobs, neue Arbeitgeber, neue Teammates, neue Projekte usw. wahrzunehmen.

Du bist von Beginn an wertvoll. Deine Talente und dein Wissen werden auf der Erde benötigt. Verkaufe dich nicht unter Wert und erlange dein ursprüngliches Wissen über deine Würdigkeit zurück!

Gibst du Geld aus oder kompensierst du?

Das ist eine wichtige Frage – welches Motiv steckt meist hinter deinen Käufen? Füllst du eine innere Leere mit deinen Käufen? Gibst du Geld aus für Dinge, die du eigentlich nicht befürwortest, doch weil sie billiger sind, kaufst du sie? Zum Beispiel beim Wocheneinkauf – sparst du an Bio-Produkten und greifst zu Massentierhaltung & Co. um des Geldes Willen?

Bist du so weit, deine Prinzipien wirklich auszuleben? Dienst du dem Geld, indem du Dinge kaufst, die „billig“ sind, oder dient das Geld dir um zu erwerben, was gut für dich und die Umwelt ist?
Ich weiß, dass es auch Zeiten gibt, in der die Wahl zwischen Gut und Günstig nicht so einfach fällt – vor Allem, wenn finanziell gerade alles drunter und drüber geht – und dennoch kann ich nur raten, immer den eigenen Wert in den Vordergrund zu stellen – und deinen Stolz. Kompensierst du mit deinen Käufen das, was dir innerlich an Erfüllung fehlt? Kompensierst du ein Gefühl der Unwürdigkeit, der Langeweile, des Frusts?

Oder kaufst du, was dir gefällt, wofür du stehst, was du magst und was du wirklich benötigst?

Geld auszugeben ist immer eine Wahl. Mit dem Geben deines Geldes wählst du etwas und bekräftigst es. Das ist das gleiche Prinzip wie überall im Leben. Worauf du deinen Fokus legst, wird wachsen / mehr.

Nur durch die Nachfrage von uns werden Produkte geschaffen, die weder der Menschheit, – noch der Umwelt dienen. Sie dienen lediglich der Nachfrage der Menschenmassen, die sich ihres Wertes nicht bewusst werden, – oder die sich nicht mit ihrer Würde, ihrer Verbindung zu allen Menschen und der Natur, mit ihren Talenten, mit ihren Interessen und ihren individuellen Emotionalen Traumata befassen.

Eine innere Kluft entsteht und die natürliche Verantwortung, die wir unserem Planeten gegenüber tragen, wird nicht mer wahrgenommen.
Die äußeren Angebote zur Kompensation der inneren Unzufriedenheit werden immer lauter, bunter, vielversprechender. Wir springen auf Werbeslogan an, die uns emotional genau das geben wollen, was wir innerlich vermissen.

Beschäftige dich einmal genau mit deinem Kaufverhalten. Wo und mit welchem Gefühl kaufst du? Wärst du dein Geld, würdest du mit Zufriedenheit dort hinwandern, wo man dich hinträgt?

Nicht nur für uns, nicht nur für die Natur und unsere Würde – für den ganzen Planeten und all die Generationen, die nach uns kommen: wir benötigen einen Sinneswandel im Bezug auf unseren Konsum.
Wir müssen Geld wieder verstehen und würdigen. Wir müssen Menschen und Umwelt wertschätzen und im Einklang mit ihr agieren. Wir müssen Werte schaffen und unseren inneren Reichtum ausleben – dann kommt alles vielfach zurück.

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